Milizsystem

Praktisch alle Feuerwehren im Kanton St. Gallen basieren auf dem Milizsystem. Das heisst, dass die total 4680 Feuerwehrfrauen und –Männer (Stand 2014)  freiwillig und nebenberuflich Feuerwehrdienst leisten. Hierbei handelt es sich nicht um einen Job. Wir sprechen daher bewusst von einem Hobby! 

 

Was heisst Nebenberuflich?

Alle Angehörigen der Feuerwehr (AdF) gehen einer regelmässigen Arbeit nach oder sind für die Kinder und den Haushalt zuständig. Im Falle eines Alarmes, über den Pager oder Telefon, fahren die Angehörigen der Feuerwehr in das Feuerwehr-Depot im Ort, rüsten sich mit den Einsatzkleidern aus und rücken mit den Feuerwehrfahrzeugen zum Einsatzort aus.

Natürlich gibt es Situationen in denen ein Ausrücken für den Einzelnen nicht möglich ist. So versteht sich von selbst, dass zum Beispiel Kleinkinder nicht alleine Zuhause gelassen werden können, man durch den Beruf zwischendurch unmöglich abkömmlich oder einfach im Urlaub ist.

 

Wie hoch ist der Zeitaufwand?

Der erforderliche Zeitaufwand ist schwer zu definieren. Jede Feuerwehrorganisation hat einen eigenen Übungsplan und je nach Grösse und Besonderheiten des Einsatzgebietes gibt es unterschiedlich viele Einsätze pro Jahr. In der Regel finden pro Jahr rund 8-15 Übungen jeweils am Abend statt. Zu den Übungen und allgemeinen Anlässen kommen natürlich die Einsätze dazu. Die Anzahl der Einsätze schwankt stark. Vielfach publizieren die Feuerwehren auf Ihren Websites die Einsätze. Die Anzahl der Einsätze ist aber mit Vorsicht zu geniessen, denn es gibt kaum einen Angehörigen der Feuerwehr, der in allen Einsätzen alarmiert wird. Vielfach sind die Einsätze in Alarmgruppen aufgeteilt. So kann es zum Beispiel sein, dass du bei jedem 3. Einsatz aufgeboten wirst. Also, nicht die Einsatzanzahl als Mass nehmen!

Die Kontaktperson deiner Feuerwehr gibt dir aber gerne Auskunft über den möglichen Zeitaufwand.